Vergiss für einen Moment Weinberge, Zypressen und malerische toskanische Hügellandschaften.

Zwischen Massa Marittima und Monterotondo Marittimo liegt eine völlig andere Toskana: Hier steigt die Wärme aus dem Untergrund, Dampf tritt direkt aus der Erde aus und Jahrhunderte des Bergbaus haben ihre Spuren in der Landschaft und im Leben der Menschen hinterlassen.
Wir befinden uns in den Colline Metallifere – den Metallhaltigen Hügeln, die zum Tuscan Mining UNESCO Global Geopark gehören: ein Gebiet, in dem Natur, Geologie, Bergbau und Energie eine weitgehend unbekannte Seite der Maremma erzählen.

1. Le Biancane: die rauchende Toskana
2. MUBIA: verstehen, warum die Erde raucht
3. Massa Marittima: unter der Toskana
4. September 2026: wenn Kunst und Geothermie dieselbe Sprache sprechen

1. Le Biancane: die rauchende Toskana
• In Monterotondo Marittimo befindet sich eine der außergewöhnlichsten Landschaften der Toskana: das Geotop Le Biancane. Der Name geht auf die helle Farbe der freiliegenden Gesteine zurück, die durch geothermische Fluide verändert wurden.

• Auf dem Weg begegnet man Fumarolen, Dampfschwaden, mineralisch gefärbten Felsen und warmem Boden. Hier gelangen geothermische Fluide bis an die Oberfläche und machen ein Phänomen sichtbar, das normalerweise tief unter unseren Füßen stattfindet.

• Der Weg beginnt an der Via dei Lagoni Boraciferi und führt durch das Geothermiegebiet in Richtung der Kraftwerke. Eine Führung ist nicht zwingend erforderlich: Der Weg durch Le Biancane ist jederzeit geöffnet und kostenlos zugänglich..
2. MUBIA: verstehen, warum die Erde raucht
• Vor oder nach der Wanderung lohnt sich ein Besuch im MUBIA – Geomuseo delle Biancane in der Località Lagoni bei Monterotondo Marittimo.

• Das Museum erklärt mit einem multimedialen Rundgang, was tatsächlich unter der Erde geschieht. Im Mittelpunkt stehen Geothermie, die Entstehung von Mineralien und Gesteinen sowie die geologischen Besonderheiten, die den Boden von Le Biancane so warm und farbenreich machen.

• Ein weiterer Teil widmet sich der Beziehung zwischen Mensch und Energie: von der Entdeckung und Nutzung der Borsäure bis zur Stromerzeugung durch Geothermie. Vom MUBIA aus starten außerdem Wege in Richtung des Geotops.

Wo: Località Lagoni, Monterotondo Marittimo
Informationen und Reservierungen: +39 335 1017368
3. Massa Marittima: unter der Toskana
• Etwa eine halbe Autostunde entfernt geht die Reise in Massa Marittima weiter, wo die Beziehung zum Untergrund eine völlig neue Perspektive eröffnet.

• Die Colline Metallifere verdanken ihren Namen dem außergewöhnlichen Mineralreichtum der Region. Kupfer, Silber und andere Mineralien prägten über Jahrhunderte die Wirtschaft und sogar die Machtverhältnisse in diesem Teil der Toskana.

• Wer wirklich in diese Geschichte eintauchen möchte, besucht das Subterraneo – Museo della Miniera di Massa Marittima. Es ist kein klassisches Museum mit ausschließlich ausgestellten Objekten, sondern ein Erlebnis rund um die Welt des Bergbaus, das den Alltag, die Werkzeuge und die Arbeitsbedingungen der Bergleute näherbringt.

• Danach betrachtet man auch Massa Marittima mit anderen Augen: Hinter dem mittelalterlichen Bild aus Türmen, Stadtmauern und der Piazza Garibaldi verbirgt sich eine Geschichte, die eng mit dem verbunden ist, was sich unter diesen Hügeln befand.

Wo: Massa Marittima
Informationen: +39 0566 906525
4. September 2026: wenn Kunst und Geothermie dieselbe Sprache sprechen
• In diesem Jahr gibt es einen weiteren Grund für eine Reise zwischen Massa Marittima und Monterotondo Marittimo. Vom 11. bis 27. September 2026 findet die zweite Ausgabe von „Tutto è Energia“ – „Alles ist Energie“ statt, einer Kunst- und Kulturveranstaltung, die Energie als grundlegendes Prinzip der Existenz thematisiert.

• Die Veranstaltung verbindet Massa Marittima und Monterotondo Marittimo und schafft damit einen besonders spannenden Bezug zu einem Gebiet, in dem Energie kein abstraktes Konzept ist: In Le Biancane kann man sie buchstäblich aus der Erde aufsteigen sehen.

• Im Mittelpunkt steht eine Gemeinschaftsausstellung im Palazzo del Debbio in Massa Marittima mit Malerei, Fotografie, Grafik, Skulpturen, Installationen und Mixed-Media-Werken. Die Eröffnung ist für Freitag, den 11. September, um 17:30 Uhr geplant.

• Das Projekt bringt Künstler, Institutionen und lokale Gemeinschaften zusammen und interpretiert Energie durch unterschiedliche Ausdrucksformen. So entsteht ein Dialog zwischen Kunst, Region und Gegenwart.

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