Zwischen Porto Ercole und Porto Santo Stefano bewahrt der Monte Argentario einige der eindrucksvollsten Festungsanlagen der Maremma.

Sternförmige Festungen, spanische Bastionen und mittelalterliche Burgen erzählen von einer Zeit, in der diese Landzunge ein strategisch wichtiger Punkt im Mittelmeer war. Heute bieten viele dieser Orte zugleich einige der schönsten Aussichten der Küste.

1. Forte Stella: die sternförmige Festung des Argentario
2. Forte Filippo: Porto Ercole von oben
3. Rocca Spagnola von Porto Ercole: die Wächterin des Ortes
4. Spanische Festung von Porto Santo Stefano

Eine Festung auf einem Hügelvorsprung über dem türkisblauen Meer, umgeben von grünem Buschwerk, mit Blick auf die Küstenlandschaft.
1. Forte Stella: die sternförmige Festung des Argentario
• Oberhalb von Porto Ercole liegt Forte Stella, wahrscheinlich die außergewöhnlichste Festungsanlage des Monte Argentario. Ihr charakteristischer sechszackiger sternförmiger Grundriss macht sie unverwechselbar.

• Die während der spanischen Herrschaft errichtete Festung gehörte zum Verteidigungssystem des Stato dei Presidi und verband strategisch die Küstenwachtürme mit den anderen Befestigungsanlagen von Porto Ercole.

• Hier kann man die Festung tatsächlich betreten: Über die Brücke des ehemaligen Burggrabens gelangt man zu den inneren Wehrgängen und Terrassen. Von dort reicht der Blick über das Tyrrhenische Meer, den Argentario und bis zur Insel Giannutri.

Eintritt: 4 € regulär | 2 € ermäßigt
Kostenlos: Kinder bis 6 Jahre sowie Menschen mit Behinderung mit Begleitperson. Zahlung mit Karte.
Blick auf einen Hafen mit Segelbooten und bunten Häusern am Ufer; Palmen im Vordergrund, grüner Hügel im Hintergrund mit Festung auf dem Gipfel.
2. Forte Filippo: Porto Ercole von oben
• Auf dem Vorgebirge über Cala Galera und Porto Ercole liegt Forte Filippo, dessen Bau 1558 auf Anordnung von Philipp II. von Spanien begann.

• Seine Bastionen wurden an die neuen militärischen Anforderungen der Artillerie angepasst und gehörten zum selben Verteidigungssystem wie Forte Stella und die Rocca.

• Heute ist die Situation etwas Besonderes: Das Innere der Festung befindet sich in Privatbesitz und ist normalerweise nicht zu besichtigen, da Teile der Anlage zu Wohnzwecken genutzt werden.

• Kostenlos zugänglich sind jedoch die Außenbereiche und der Rundweg entlang der Festungsmauern, die sogenannte „Ronda di Forte Filippo“. Von hier genießt man einen großartigen Blick auf Porto Ercole, die Lagune von Orbetello, Ansedonia und das Tyrrhenische Meer.

Eintritt: Der Außenweg ist kostenlos.
Tipp: Bequeme Schuhe tragen – im letzten Abschnitt gibt es unbefestigte Wege, Stufen und unebenen Untergrund.
Hafen mit vielen Yachten und Booten, bunte Häuser am Ufer; im Hintergrund grüne Hügel mit einer Burgruine.
3. Rocca Spagnola von Porto Ercole: die Wächterin des Ortes
• Oberhalb der Altstadt von Porto Ercole erhebt sich die Rocca. Ihr Ursprung geht auf einen ersten, 1296 von den Aldobrandeschi errichteten Turm zurück, der später von den Sienesen und Spaniern erweitert wurde.

• Im Laufe der Jahrhunderte diente sie als militärische Festung, Gefängnis und Standort eines Leuchtturms. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage an Privatpersonen verkauft und teilweise in Wohnraum umgewandelt.

• Ihre Lage ist bis heute beeindruckend: Mehr als 70 Meter über dem Meer beherrscht die Rocca die Altstadt und die Küste.

Der etwa 5,8 km lange Rundweg von Porto Ercole, für den man ungefähr 1–1,5 Stunden benötigt, bietet mehrere schöne Aussichtspunkte auf die Rocca.
Eine gelb-braun-orangefarbene Stadt mit zahlreichen Häusern, die terrassenförmig einen Hügel hinaufsteigen; eine mittelalterliche Festung thront oben auf dem Hügel, während der klare blaue Himmel darüber erstrahlt.
4. Spanische Festung von Porto Santo Stefano: maritime Geschichte über dem Hafen
• Im Herzen von Porto Santo Stefano, oberhalb der Uferpromenade, befindet sich die Spanische Festung. Sie wurde zwischen dem Ende des 16. und dem Beginn des 17. Jahrhunderts errichtet, um den nördlichen Hafen des Argentario zu kontrollieren.

• Im Gegensatz zu vielen anderen Festungsanlagen der Halbinsel kann diese regulär von innen besichtigt werden.

• Die Festung beherbergt außerdem die Dauerausstellung „Memorie sommerse – Archeologia subacquea in Toscana“, die archäologischen Funden aus den Gewässern rund um den Argentario gewidmet ist.

Eintritt: 4 € regulär | 2 € ermäßigt

Vom oberen Bereich der Festung blickt man über Porto Santo Stefano, den Hafen und das offene Meer. Dadurch lohnt sich der Besuch auch für diejenigen, die sich weniger für Militärgeschichte interessieren.

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