Im Süden der Maremma in der Toskana liegt Capalbio

ein mittelalterliches Dorf, das von alten Stadtmauern umgeben ist. Gepflasterte Gassen, beeindruckende Ausblicke und liebevolle Details erzählen hier eine jahrhundertealte Geschichte.

Darum lohnt es sich, einen ganzen Tag für Capalbio einzuplanen.

1. Durch das Porta Senese und über den Wehrgang
• Der eindrucksvollste Zugang zum Dorf ist das Porta Senese, das noch heute mit seinem hölzernen Tor aus dem 15. Jahrhundert und dem Medici-Wappen Besucher willkommen heißt. Hier beginnt die Entdeckung des historischen Ortskerns.

• Ein absolutes Highlight ist der Camminamento di Ronda, der begehbare Wehrgang auf den mittelalterlichen Stadtmauern. Von hier genießt man einen 360°-Panoramablick über die Hügellandschaft der Maremma, den Monte Argentario, den Lago di Burano und an klaren Tagen sogar bis zum Meer.

• Beim Bummel durch die engen Gassen und kleinen Plätze entdeckt man Kunsthandwerksläden, blumengeschmückte Ecken und ruhige Winkel, die Capalbio den Beinamen „Kleines Athen der Maremma“ eingebracht haben.

Die perfekte Wahl für alle, die Geschichte und traumhafte Ausblicke in aller Ruhe genießen möchten.

Eine malerische, sonnige Gasse in einem historischen Dorf, gesehen durch einen Steinbogen. Der gepflasterte Weg führt zwischen Häusern mit Treppen und vielen Topfpflanzen, rechts eine Steinmauer, links weitere Häuser, unter einem klaren blauen Himmel.

2. Aldobrandesca-Festung und Schloss: das Herz des Dorfes
• Am höchsten Punkt des Dorfes befindet sich die Aldobrandesca-Festung, die gegen einen kleinen Eintritt besichtigt werden kann. Von ihrer Zinnen-Terrasse eröffnet sich einer der schönsten Ausblicke der Maremma.

• Direkt daneben liegt das Schloss von Capalbio, das in der Regel an den Wochenenden geöffnet ist. Im Inneren befinden sich historische Räume sowie ein wertvolles Conrad-Graf-Fortepiano, das dem Instrument entspricht, auf dem auch Giacomo Puccini komponierte.

• Gegenüber der Festung lohnt sich ein Besuch der Pfarrkirche San Nicola, einer kleinen mittelalterlichen Kirche mit Fresken der sienesischen und umbrisch-lazialen Schule aus dem 15. Jahrhundert.

Ideal für alle, die die authentische Geschichte des Dorfes kennenlernen möchten.

Luftaufnahme eines mittelalterlichen Städtchens mit einer ummauerten Burg auf einem Hügel, umgeben von Feldern und Wäldern.

3. Von Pinturicchio zum Tarot-Garten: zwei unerwartete Schätze
• Nur wenige Schritte vom historischen Zentrum entfernt befindet sich das Oratorio della Provvidenza, bekannt für seine Fresken aus dem 16. Jahrhundert, die Pinturicchio oder seiner Werkstatt zugeschrieben werden – eines der verborgensten Kunstjuwelen der Toskana.

• Etwa 10 Autominuten vom Dorf entfernt liegt der berühmte Tarot-Garten, der monumentale Skulpturenpark von Niki de Saint Phalle, in dem 22 monumentale Skulpturen, inspiriert von den Großen Arkana, aus Spiegelmosaiken, farbiger Keramik und Muranoglas entstehen.

• Der Garten ist täglich vom 1. April bis 15. Oktober von 14:30 bis 19:30 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist um 18:15 Uhr. In der Saison 2026 kostet der reguläre Eintritt 15 €, der ermäßigte Eintritt 10 € (für Jugendliche von 7 bis 22 Jahren, Personen über 65 Jahre und weitere berechtigte Kategorien). Kinder bis 6 Jahre und Menschen mit Behinderung haben freien Eintritt. Besonders in der Hochsaison empfiehlt sich der Online-Kauf der Tickets.

Zwei völlig unterschiedliche Erlebnisse, die beide die künstlerische und überraschende Seite Capalbios zeigen.

Eine bunte Mosaik-Skulptur: Ein goldfarbener Mann reitet auf einem blauen, mosaikverzierten Pferd, auf einem mosaikverzierten Sockel mit weiteren bunten Figuren in einer von Büschen umgebenen Parklandschaft.

4. Maremmanische Spezialitäten und Aperitif mit Aussicht
• Nach dem Rundgang durch das Dorf lohnt sich eine Pause in einem der Restaurants oder Weinlokale an der Piazza Magenta oder entlang der Via Collacchioni, wo Maremma-Weine und typische Gerichte wie Acquacotta, Maremma-Tortelli, Wildschweingulasch und Ciaffagnone serviert werden.

• Am späten Nachmittag taucht das goldene Licht den Camminamento di Ronda und die Plätze des Dorfes in eine besondere Atmosphäre und schafft einige der schönsten Fotomotive Capalbios.

• Wer noch Zeit hat, erreicht wenige Kilometer entfernt die WWF-Oase Lago di Burano, ideal für einen Spaziergang bei Sonnenuntergang und zur Beobachtung von Flamingos sowie über 300 Vogelarten.

Der perfekte Abschluss eines Tages voller Geschmack, Natur und unvergesslicher Ausblicke.

Eine Schüssel mit pochiertem Ei in würziger Tomatensauce, garniert mit Basilikum und gerösteten Brotscheiben.

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