Wenn Venedig ruhiger und intimer wird, zeigt es seine verborgene Seite auf den kleineren Inseln der Lagune.
Zeitlose Orte, die nur über das Wasser erreichbar sind, wo das Motorengeräusch dem Rascheln des Schilfs, den Rufen der Lagunenvögel und dem langsamen Rhythmus der Natur weicht.
🍇 Sant’Erasmo, bekannt als der „Gemüsegarten Venedigs“, ist nach Venedig selbst die größte Insel der Lagune. Seit dem Mittelalter werden hier Obst und Gemüse angebaut, darunter die berühmte Violette Artischocke von Sant’Erasmo, ein Slow-Food-Presidium. Die Insel eignet sich perfekt für Spaziergänge oder Fahrradtouren durch Felder, Weinberge und Bauernhäuser, mit der Möglichkeit, lokale Produkte direkt bei den Erzeugern zu probieren. Eine Besonderheit: Jedes Jahr im Mai findet hier das Artischockenfest mit Verkostungen und Marktständen statt.
🌿 San Francesco del Deserto ist eine wahre spirituelle Oase. Der heilige Franziskus von Assisi kam 1220 auf seiner Rückreise aus dem Heiligen Land hierher und gründete ein Eremitenkloster. Noch heute wird die Insel von Franziskanermönchen bewohnt und ist nur im Rahmen kostenloser Führungen (mit Voranmeldung) zugänglich. Besucher erleben stille Kreuzgänge, jahrhundertealte Zypressen und eine Atmosphäre tiefer Ruhe. Eine Besonderheit: Die Insel ist nicht an den regulären öffentlichen Verkehr angebunden und kann nur per Wassertaxi oder Privatboot erreicht werden – wie ein verborgenes Refugium.
⚰️ San Michele, auch bekannt als die Insel der Toten, ist seit 1807 der monumentale Friedhof Venedigs. In den gepflegten, von Bäumen gesäumten Wegen ruhen berühmte Persönlichkeiten wie Igor Stravinsky, Ezra Pound und Joseph Brodsky. Viele Grabstätten sind kleine Kunstwerke und erzählen Geschichten von Glauben, Kultur und Geschichte. Eine Kuriosität: Napoleon ordnete die Einrichtung des Friedhofs an und verbot Bestattungen innerhalb der Stadt aus hygienischen Gründen.
Doch es gibt noch mehr zu entdecken:
•Mazzorbo, über eine Fußgängerbrücke mit Burano verbunden, ist eine ruhige Insel mit Gärten, Weinbergen und pastellfarbenen Häusern. Hier befindet sich Venissa, ein Weingut, das einen seltenen goldenen Wein aus der autochthonen Dorona-Traube produziert.
•Torcello, eine der ältesten bewohnten Inseln der Lagune, beherbergt die beeindruckende Kathedrale Santa Maria Assunta mit ihren byzantinischen Mosaiken aus dem 11. Jahrhundert, die zu den schönsten Europas zählen.
•La Certosa, heute eine grüne Oase für Naturliebhaber und Wassersportler, war einst Sitz der Kartäusermönche und wurde kürzlich in einen Stadtpark, einen Yachthafen und Naturwege umgestaltet.
Von unserem Hotel auf dem Lido von Venedig aus erreichen Sie diese besonderen Orte ganz einfach: ACTV-Verbindungen oder private Bootstouren bringen Sie in wenigen Minuten zu authentischen und erholsamen Erlebnissen fernab der Touristenströme.
Denn Venedig ist nicht nur die Stadt der vollen Gassen, sondern auch ein geheimes, grünes und stilles Venedig, das man Insel für Insel entdeckt – mit offenem Herzen und neugieriger Seele.